GUTES FEEDBACK GILT ALS EIN „MUST DO“! ABER…??

Ein „anständiges“ Feedback zu geben ist Teil des Daily Business und eine Selbstverständlichkeit in der Projektentwicklung, sagt man. Die sorgfältige Wahl der Kommunikationsform + Timing ist ausschlaggebend damit Feedback „richtig ankommt“. Da sind wir uns alle meist einig. Theoretisch.

Und parktisch? Tatsächlich scheint es so, als fänden im Business-Alltag diese einfachen, aber entscheidenden Kriterien häufig nicht wenig Beachtung, leider.
Als langjähriger Art Direktor halte ich das für eines der größten Probleme in der kreativen Zusammenarbeit mit unseren KundInnen. Aus diesem Grund bin ich der Überzeugung:
Eine „gesunde Gesprächs- und Feedbackkultur“ ist DIE Basis für den gemeinsamen Projekterfolg!


Was bedeutet ein „GUTES FEEDBACK“ für Kreative?

Gehen wir davon aus, die betreuende Kreativagentur erhielt über die Kommunikationsziele und Strategie des Projekts ein ausführliches Briefing...

Das ist manchmal schon die „halbe Miete“, mag man glauben. DENNOCH: Im Entwicklungsprozess eines Designs ist für uns (Grafik-)DesignerInnen EIN klares, präzises und nachvollziehbares KundInnen-Feedback zum jeweiligen Design-Entwurf die Basis, um professionell zu arbeiten. In der Layoutentwicklung (wenn eine Designrichtung feststeht) sind Ambivalenzen, Ungenauigkeiten und „Interpretationsspielräume“ in Feedback-Schleifen oft die Ursache für Frustration und Mehraufwand auf beiden Seiten.


Die Basis für Feedback, als Basis für …

Um Fehlinterpretationen und Missverständnisse zu vermeiden, ist der richtige Zeitpunkt für die jeweils beste Kommunikationsform zu wählen enorm wichtig. Je nach Projektphase ist nicht jedes Kommunikationsmittel für das jeweilige Feedback gleich effizient oder zielführend. Die adäquate Auswahl von Art und Kanal gemäß des Feedbackinhalts erleichtert und sorgt dafür, dass alle wichtigen Informationen und Anliegen der KundInnen „richtig landen“. Das ermöglicht wiederum, dass (Adpations-)Wünsche und Vorstellungen korrekt und professionell umgesetzt werden können, und ggf. auch Empfehlungen und Vorschläge seitens der Grafik-DesignerInnen gut nachvollziehbar sind. In meiner Aufgabe und Verantwortung als AD sehe ich hier allem voran den persönlichen Kontakt, soweit möglich. Die persönliche Begegnung, ein kurzes Telefongespräch oder die aktuell immer häufiger genutzte Videotelefonie, sind nach wie vor ungeschlagene Heros des Austausches für ein effizientes Feedback, insbesondere in der Anfangsphase eines Projektes. Erst dann ist die Reduktion auf schriftlichen Austausch zur Klärung von Detailadaptionen, Textkorrekturen etc. sinnvoll oder gar zielführender.


FAZIT

Erfolgreiches Grafikdesign ist ein laufender Feedback-Prozess zwischen AuftraggeberInnen und Grafik-DesignerInnen auf mehreren kommunikativen Ebenen. Struktur, Ablauf und Form des Feedbacks sollten daher vorab gemeinsam definiert werden und Tools, wie Projektpläne nützlich eingesetzt werden. Dann ist und bleibt "gutes Feedback" das wichtigste und wertvollste Werkzeug bei der Entwicklung erfolgreicher Designs im Sinne der KundInnen & ihrer Zielgruppen.

Ronald Konkolits, Art Direktion